Rechnungsabschluss

Liquiditätsflüsse zu ausgelagerten Gesellschaften und Institutionen des Landes NÖ sind bedarfsgerecht zu optimieren und bestehende Verpflichtungen des Landes NÖ ohne unmittbaren Liquiditätsbedarf als Schuldverhältnis darzustellen.

Die Darstellung von Rücklagen als Zahlungsrückstände sind weder durch die Voranschlags- und Rechnungsabschlussverordnung 1997 – VRV 1997 noch durch die Voranschlags- und Rechnungsabschlussverordnung 2015 – VRV 2015 gedeckt und sind daher aufzulösen.

Aus dem Anstieg der Finanzschulden und dem derzeit niedrigen Zinsniveau ergibt sich ein entsprechendes Zinsrisiko.

Der Budgetvollzug ist strikt auf die Erreichung der Haushaltsziele (wie zum Beispiel Maastricht-Ergebnis, Stand der Finanzschulden, administrativer Abgang) auszurichten.

Investitionsprojekte sollen nur dann durchgeführt werden, wenn die Finanzierung bereits geklärt ist. Eine vorschussweise Finanzierung ist unbedingt zu vermeiden.

Zu hohe Vermögensdarstellungen im Zuge von Sonderfinanzierungen sind zu vermeiden.

Vermögensverändernde Geschäftsfälle sind grundsätzlich erst mit Rechtswirksamkeit ins Rechnungswesen einzustellen.

Eine realisierte Wertminderung („Abschreibung") und eine noch nicht realisierte Wertminderung („Wertberichtigung") sind im Rechnungsabschluss entsprechend darzustellen.

Die jährlichen Aufwendungen müssen unter Berücksichtigung der eingegangenen zukünftigen Verpflichtungen mit den Erträgen in Einklang gebracht werden.

Daten aus nachgeordneten doppischen Betriebsbuchhaltungssystemen sind zumindest auf Plausibilität zu prüfen.

Erläuterungen zu Abweichungen sind insbesondere auch sachlich zu begründen. Ebenso sind wesentliche Änderungen in der Darstellung und Bewertung entsprechend zu erläutern.